Vereine
   Gladitz ist schon immer geprägt durch die Arbeit der bestehenden Vereine. Geschichtlich gesehen hat sich die Kulturlandschaft über die Jahre hinweg verändert. Die heute bestehenden Interessengruppen können zwar auch auf eine teilweise lange Geschichte zurückblicken, deren Inhalte unterscheiden sich heute deutlich von den früheren. Der Kriegerverein zur Pflege der Tradition der Soldaten  bestand bis zum Kriegsende 1945. Der Gesellenverein war eine Vereinigung von Handwerksgesellen, worüber heute noch ein Foto und die Anstecknadel in den Farben blau/weiß existiert.                                                    Auch ein Turnverein existierte über längere Zeit zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Die genannten Vereine existieren heute nicht mehr. Über viele Höhen und Tiefen haben sich erhalten:                                                 Im Jahre 1979 fand sich eine Gruppe von Frauen zusammen, die ein gemeinsames Hobby verband, nämlich die Handarbeit. Anfangs mit einer damals verbreiteten Handarbeitstechnik "Makrame", wurden Arbeiten aus Bindfaden geknüpft. Daher rührte auch der damalige Ausdruck in unserem Dialekt "Knüppelzirkel". Die heutigen Arbeiten sind natürlich mit denen vom Beginn des Zirkels nicht mehr zu vergleichen. Es wurden viele verschiedene Handarbeitstechniken ausprobiert. Die Krönung sind aber sicher die Arbeiten nach Art der "Hardanger Stickerei", wie sie heute besonders gepflegt wird. Neben Seidenmalerei bildet diese Arte heute den Hauptanteil der Beschäftigung. Unter der Leitung von Frau Liane Werner hat sich eine Gruppe entwickelt, die mit ihren Arbeiten weit über die Grenzen unseres Kreises hinaus bekannt wurde. Antennengemeinschaft Der Zusammenhalt unserer Gladitzer Einwohner kam aber besonders bei einer Aktion zu Beginn der 80iger Jahre zu Ausdruck. Bedingt durch den "Eisernen Vorhang" - Mauer und totale Abschottung gegen den "Westen" - wurde beschlossen  für unser Dorf einen Gemeinschafts- Antenne zu bauen und damit die Versorgung mit den Programmen der ARD und des ZDF abzusichern. Durch hartnäckige Verhandlungen von Holger Zothe, Karl-Heinz Frühauf und Heinz Seemann mit den staatlichen Stellen wurde am 30.8.1982 mit dem Bau begonnen. Eine Woche vor Weihnachten bereiteten sich die Einwohner selbst ein großes Geschenk, denn die Antennenanlage konnte mit den "Westprogrammen" in Betrieb gehen. Durch die Anschaffung persönlicher Satellitenanlagen, die ein noch breiteres Spektrum an Sendern abdecken konnten als unsere Antennenanlage, hatte die Existenz der Gemeinschaftsantenne keine Berechtigung mehr. Sie wurde zum 31.12.1999 abgeschaltet und die Anlagen demontiert.