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Burgenlandkreis Taubenrupfen oder Deutschunterricht VON KARIN GROSSMANN, 04.03.12, 19:01h, aktualisiert 04.03.12, 19:48h Tauben in der Hand: Annerose Körner(v.l.), Angela Schulz und Jutta Mühlbach. (FOTO: HELGA FREUND) GLADITZ/MZ. Voll besetzt war das Vereins- und Bürgerhaus in Gladitz am Sonntagnachmittag. Die Idee war, einen Winternachmittag dort zu veranstalten, um ältere Einwohner im Winter mal aus ihren Häusern zu locken, sagte Bürgermeister Eckhard Osang (parteilos). Ende Februar oder März, nun schon zum sechsten Mal, erkundeten nicht nur Einheimische der Großgemeinde Kretzschau das Haus samt ausgebauter Heimatstube. Es interessiert auch Jugendliche und Kinder, wie Küche, Wohnzimmer, Schlafzimmer und Bad zu Urgroßmutters Zeiten aussahen. Bis zum Dachboden werden die gesammelten Stücke gezeigt. Dazu gehört auch der Wiedererkennungseffekt, was zu DDR-Zeiten in den Häusern der umliegenden Orte stand. "Die hatte ich früher auch", ist oft zu hören. Bis zum Dachboden ist die Heimatstube mit dieser Art Heimatgeschichte voll. Dazu gehören auch die Fundstücke, die bei der Installierung des Dachbodens 2010 / 2011 gefunden wurden. Doch nicht nur die Heimatstube locke an. Der frühere Englischlehrer Dietmar Kühn gab im alten Klassenzimmer unterm Dach immer wieder Unterricht, diesmal unter dem Motto "Deutsch schwierig - Englisch modern". Da blieb kein Platz frei. Doch auch die Landfrauen hatten sich etwas Besonderes ausgedacht. Während Angela Schulz aus Gladitz frische Waffeln mit Mohn, Honig oder Apfelzimt den Gästen anbot, zeigte Annerose Körner aus Kirchsteitz, wie man Tauben rupft und daraus ein deftiges Essen wird. Und Jutta Mühlbach präsentiert den Gästen eine leckere Taubenbrühe mit frischem Gemüse und Eierstich. Auch der Textilzirkel unter Leitung von Liane Werner lässt sich beim Sticken zuschauen, bis der Überraschungsgast "Erni", Birgit Schulze von der 1. Großen Reudener Karnevalsgesellschaft, ihnen viel Spaß bereitete.
Von Biersuppe und Männern Gladitz feiert zum fünften Mal den Winternachmittag. Von Biersuppe und Männern  VON CORINA WUJTSCHIK GLADITZ/MZ - Im eleganten Gehrock, mit Seidenschleife um den Hals und roter Schärpe über der Brust, begrüßte Eckhard Osang am Sonntagnachmittag die Besucher des Winternachmittags im Vereins-und Bürgerhaus Gladitz. Warum sich der Bürgermeister der Gemeinde Kretzschau so in Schale geworfen hatte, erklärte sich mit dem ersten kleinen Jubiläum dieser Veranstaltung. Zum fünften Mal nämlich fand sie statt. Jutta Mühlbach hatte literweise eine Biersuppe gekocht, die sie in einem Kochbuch von 1915 fand. Unter dem Motto "Der Weg zum Herzen eines Mannes" bot sie mit Annerose Körner und Angela Schulze Kostproben davon an und lockere, saftige Quarkbällchen nach einem Familienrezept. Ganz neu mit dabei war Alwin Schulze. Stolze dreieinhalb Monate alt, schaute er seiner Mutter beim Stricken eines Wolljäckchens zu. Karina Schulze ist vom ersten Winternachmittag an mit dabei und hat dort zu Demonstrationszwecken wohl schon ganze Knäuels ihrer selbst gestrickten und selbst gefärbten Wolle der Hollsteitzer Familienschafe verarbeitet. Für die gibt es ja nun auf dem großflächigen, sauberen Dachboden jede Menge Platz neben der ehemaligen voll eingerichteten Hausmeisterwohnung, der Räucherkammer des Rittergutes und dem kleinen Schulraum, in dem Dietmar Kühn auf seine unnachahmliche Art wieder eine ganz spezielle Deutschstunde gab. "Hier oben können wir uns über den Sommer schaffen, um uns Gedanken für das nächste Fest zu machen", erzählt Osang. Inzwischen hielten Sabine Künzel und Erika Klotz die Stellung im Textilzirkel. Den Kaffee und den Kuchen, den viele Frauen der Gemeinde buken, brachte der größere Rest der Familie Osang an die Leute. Martina Osang wachte übers Kuchenbuffet, Tochter Evelyn, aus Bielefeld angereist, über die Kasse und Sohn Jörg war aus Düsseldorf gekommen und als Mann an den Kaffeekannen eingeteilt. Wem mehr nach kräftigen und deftigen Genüssen war, holte sich bei der Jugendfeuerwehr auf der Terrasse eine Rostbratwurst, von Thomas Gellert und Mirko Holuszek im Foyer einen Glühwein und wartete dann auf die versprochene musikalische Überraschung von Gisela und Hubert Reimann. Wie die Zeitzer Gudrun und Wolfgang Funke. "Wir haben hier einen Kleingarten und gehen zu allen Festen hierher. Die geben sich immer so viel Mühe", sagte die Frau, die hier geboren wurde.
Verkostung von Häppchen kommt bei Gästen gut an Einwohner feierten am vergangenen Sonntag - Bürgermeister mit Resonanz zufrieden VON KLAUS-DIETER KUNICK, 02.03.09, 19:55h, aktualisiert 02.03.09, 21:27h Auch Heike Schade (rechts) aus Zeitz probierte die köstliche Marmelade, die Annerose Körner zum Winternachmittag in Gladitz bot. (FOTO: HELGA FREUND) GLADITZ/MZ. So, wie man sich einen Winternachmittag mit Schnee und Kälte vorstellt, nein, so war er nicht, der Winternachmittag am vergangenen Sonntag in Gladitz. Aber das spielte auch keine Rolle, denn die Einwohner aus der Gemeinde Döschwitz mit den Ortsteilen Hollsteitz, Kirchsteitz und Gladitz kamen auch so in Scharen ins Vereins- und Bürgerhaus gelaufen. "Im Sommer finden jede Menge Volksfeste statt. Da wollten wir eben im Winter etwas anbieten", erklärte Bürgermeister Eckhard Osang (parteilos). Zumeist besteht doch der Wunsch, sich mit Bekannten oder Freunden aus dem Nachbardorf wieder mal an einen Tisch zu setzen, um miteinander ins Gespräch zu kommen. Und genau das passierte auch. Das gesamte Haus, vom Erdgeschoss bis zum Boden, wurde quasi in Beschlag genommen. Während sich viele zunächst Kaffee und Kuchen schmecken ließen, unternahm eine Reihe von Bürgern eine Erkundungstour. Zu sehen gab es viel. Über den Winter hinweg sind nämlich DDR-Räume gestaltet worden, informierte das Gemeindeoberhaupt. Auf dem Boden des ehemaligen Rittergutes ist nun mit Küche, Wohnzimmer und Klassenzimmer Typisches aus jener Zeit zu sehen: Von der Waschmaschine Schwarzenberg über eine Kinderrutsche aus dem Kindergarten bis hin zu Utensilien aus dem DDR-Alltag. Den Klassenraum schaute sich Jörg Grajek an, der auf einem Klappsitz Platz nahm. "Es hat geklingelt, Frau Klotz. Wir können mit dem Unterricht anfangen", sagte er spontan und nicht ernst gemeint in Richtung seiner ehemaligen Lehrerin, die sich ebenfalls in diesem Raum eingefunden hatte. Die musste über die Aussage von Jörg Grajek herzhaft lachen. "Dass die alten Klassenbücher noch da sind, ist meinem Mann zu verdanken", erzählte Erika Klotz. Denn die Bücher sollten eigentlich vernichtet werden. Aber ihr Mann habe sie davor gerettet. "Es beruhigt mich, dass das Haus angenommen wird und nicht zerfällt", so die ehemalige Pädagogin. Zum Winternachmittag wurde aber auch gesponnen - Schafwolle. Das übernahm Karina Schulze aus Hollsteitz, die beruflich als Stewardess unterwegs ist. Gleich neben ihr saßen einige Frauen vom Gladitzer Textilzirkel und zeigten, was sie in der Freizeit alles herstellen. Mit dabei war aber auch die Schnitzergruppe aus Droßdorf, die so manche Frage über ihre Kunst zu beantworten hatte. Jede Menge Fragen, wie zu Urgroßmutters Zeiten gekocht wurde, wurden auch an Annegret Fredrich und Annerose Körner gestellt. Sie verteilten kleine Käsehäppchen und ließen die Besucher verschiedene Marmeladen verkosten. Zu probieren war zudem Frischkäse, aber auch Lachs-, Knoblauch- und Kräuterbutter. Bei den Gästen kam das jedenfalls gut an. Genau so gut wie die alten Filme, die Helmut Pöschel aus Würchwitz zeigte. Reger Betrieb herrschte aber auch in einem Raum, in dem alte Handwerksgeräte ausgestellt wurden. Ulrich Böhme (66) aus Hollsteitz schaute sich diese an. "Das kenne ich alles noch von früher", plauderte der Senior. Er zeigte dabei auf einen Krauthobel. "Die kenne ich auch noch", ergänzte er und bezog seine Aussage auf alte Etiketten aus der Döschwitzer Brauerei, auf denen geschrieben stand "Feinstes Braubier". Böhme freute sich, dass die Sachzeugen der Geschichte hier aufbewahrt werden.
Englischlehrer spricht sich in Deutsch Frust von der Seele Winternachmittag: Gladitzer laden die gesamte neue Gemeinde Kretschau ein VON MARIA BARSI, 07.03.10, 22:20h, aktualisiert 07.03.10, 22:27h Die Gladitzer und ihre Gäste drängelten sich förmlich in Dietmar Kühns aktuelle Deutschstunde unterm Dach. (FOTO: HELGA FREUND) GLADITZ/MZ. Zu ihrem gemütlichen Winternachmittag setzen sich die Einwohner der ehemaligen Gemeinde Döschwitz seit einigen Jahren schon in ihrem geräumigen Vereins- und Bürgerhaus in Gladitz zusammen, um die Zeit bis zum Frühling ein wenig zu überbrücken. Am Sonntag aber luden sie auch die anderen Einwohner der seit der jüngsten Kommunalreform viel größeren gemeinsamen Gemeinde Kretzschau mit ein. Das erste offizielle Fest der neuen Gemeinde sei in Kretzschau gewesen, erzählte Bürgermeister Eckhard Osang (parteilos). Man sei sich aber darin einig, die traditionellen Feste im Gemeindegebiet zu erhalten und eher noch zu erweitern. Feste wie das Mannsdorfer Kirschfest, das Kretzschauer Kirchplatzfest oder eben den Gladitzer Winternachmittag. Zwei Grüppchen aus Mannsdorf und Kretzschau nahmen das Angebot an, schauten sich zum ersten Mal im ganzen Hause um und stärkten sich dann bei Kaffee und "massig" Kuchen der Gladitzer Frauen sowie Glühwein und Rostbratwürsten der Döschwitzer Feuerwehrleute. "Bei dem schönen Wetter sind wir den Weg von Mannsdorf hier rüber gelaufen", sagte Ulf Fötzsch, den sich die Mannsdorfer sozusagen als Sprecher ausgeguckt hatten. Ein schönes Ding hätte man da jetzt mit dem Gladitzer Vereins- und Bürgerhaus in der Gemeinde. Schafwoll-Fan Karina Schulze aus Hollsteitz spann und strickte wieder für die erstaunten Kinder und Jugendlichen, Annerose Körner aus Kirchsteitz und ihre in historische Gewänder eines Droyßiger Vereins gewandeten "Hausfrauen-Gilde" boten "Häppchen" an und Sensen gedengelt wurden auch. Der Höhepunkt aber gerade dieses Winternachmittags fand sich ganz oben in einem Stübchen unterm Dach, an dessen Tür Lehrer Dietmar Kühn im Gehrock, mit Kneifer auf der Nase und Zeigestock in der Hand ein "Nicht stören!"-Schild angehängt hatte. "Verrücktes Deutsch" war das Motto seiner Schulstunde und es wäre sicher besser um die deutsche Sprache bestellt, wenn alle Deutschstunden mit so viel Begeisterung und Stehvermögen im wahrsten Sinne des Wortes absolviert werden würden. Tilo Körner stand mit Söhnchen Mathis ganz am Rande des Zimmerchens und amüsierte sich. "Das war mein Englischlehrer", meinte er und ließ offen, ob er in dessen Englischstunden auch so viel zum Lachen hatte, wie in dieser Stunde am Sonntagnachmittag. Natürlich tobte sich Kühn in jenen Gefilden aus, in denen er sich am besten auskennt: in jenem eigenartigen, mit oft nur halb oder gar nicht verstandenen englischen Wörtern aufgefüllten Talmi- Wortschatz, der einem zurzeit auf Schritt und Tritt ins Auge springt. Da freute er sich umso mehr, dass die kleine Berlinerin Clara Thelow, gerade bei der Familie zu Besuch, auf Anhieb wusste, dass "Ladie's night" die richtige unter den von ihm gefundenen Schreibweisen ist. Osang wiederum freute sich, dass Kühns "Unterrichtsstunde" so gut ankam. "Das hat er schon mal gemacht bei einem Winternachmittag", erinnerte er sich. Ganz am Anfang habe man nur bei Kaffee und Kuchen zusammengesessen, dann aber beizeiten überlegt, was man darüber hinaus anbieten könnte. Dieses Mal war das auch der Clown, der im Foyer nicht nur die Kinder fesselte, sondern ebenso die Erwachsenen.
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VON KARIN GROSSMANN, 08.01.13, 19:47h, aktualisiert 08.01.13, 21:02h Bei der Sanierung des Daches der ehemaligen Schule in Gladitz ist eine Unterspannbahn eingezogen worden. Darüber freut sich Bürgermeister Eckhard Osang. In der gut ausgestatteten Heimatstube - hier ein alter Küchenschrank - kommt nicht mehr der Dreck vom Dach. (FOTO: HARTMUT KRIMMER)
„Winternachmittag“ in Gladitz Spinnrad und Kartoffeln        MZ 9.3.2015 08.03.2015 21:51 Uhr Die Hollsteitzerin Karina Schulze präsentiert dem Publikum ihr Können am Spinnrad. (BILD: Stefan Schneider) Von Stefan Schneider Im Gladitzer Vereins- und Bürgerhaus gab es am Sonntag viel zu erleben. Karina Schulze aus Hollsteitz zeigte in der Heimatstube ihr Können am Spinnrad. Annerose Körner aus Kirchsteitz und Angela Schulz hatten vier verschiedene Kartoffelsorten im Angebot. Gladitz.  Im ehemaligen Schulgebäude in Gladitz duftet es am Sonntagnachmittag herrlich nach Kuchen und Kaffee. Bereits zum neunten Mal wird in das Vereins- und Bürgerhaus zum „Winternachmittag“ eingeladen. „Im Sommer feiern viele Orte ihre Dorffeste, deshalb der Termin im März. Eigentlich hatten wir geplant, heute auch Glühwein anzubieten, nur bei dem Frühlingswetter passt das wohl nicht“, so Dietmar Kühn, der in historischer Lehrerkleidung diesmal Schulstunden über mittelalterliche Redewendungen gibt. Auch sonst gibt es viel zu sehen. Während Karina Schulze aus Hollsteitz in den Räumlichkeiten der Heimatstube ihr Können am Spinnrad zeigt, ist neben ihr Sigrun Geidel in die Klöppelkunst vertieft. „Beim Klöppeln kommt es darauf an, Ausdauer und Lust am Lernen zu haben“, so die Zeitzerin. Nur wenige Meter weiter bieten Annerose Körner aus Kirchsteitz und Angela Schulz aus Gladitz vier verschiedene Kartoffelsorten mit klingenden Namen wie „Adretta“ oder „Princess“ zum Probieren an. „Wir sind vom Landfrauenverband und präsentieren heute die Produkte eines Hofladens in Oberkaka“, sagen Schulze und Körner. Frauen treffen sich aller drei Wochen Zu Gast in Gladitz sind auch Vertreter der Droßdorfer Schnitzergruppe, die einige ihrer Werke vorstellen. Aber auch die Frauen des Gladitzer Textilzirkels präsentieren an diesem sonnigen Nachmittag ihr Können. Die elf Frauen treffen sich aller drei Wochen und fertigen Decken, aber auch Socken und wenden dabei auch alte Techniken an. Für Freunde historischer Alltagsgegenstände gibt es auf dem Dachboden einige Schätze zu entdecken, wie eine historische Mausefalle von 1901, die der Gladitzer Nico Seiferheld mit viel Liebe zum Detail erklärt. Angela Schulz (l.) und Annerose Körner (r.) vom Landfrauenverband bieten verschiedene Kartoffelsorten zum Probieren an. (BILD: Stefan Schneider) Claudia Jahr ist mit ihrer Familie zum Winternachmittag gekommen. „Wir waren schon mehrmals hier und staunen über die Vielfalt des Angebots“ so die Göbitzerin. Unter den vielen Besuchern waren auch die Kretzschauer Bürgermeisterin Anemone Just (CDU) und ihr Vorgänger Eckhard Osang. „Ich freue mich für die Gladitzer über den großen Zuspruch der Veranstaltung“, so Just. (mz)