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Dorfrundgang Gladitz liegt im Tal des Grazilbaches und man erkennt heute noch den Rundling als  Grundform der einstigen sorbischen Siedlung.
Im Zentrum des Ortes präsentiert sich in neuem Glanz das schlossartige Gebäude des früheren Herrenhauses des Rittergutes, später Polytechnische Oberschule Döschwitz, dann Grundschule und heute Vereins- und Bürgerhaus. Im Park verbreiten alte Bäume eine Atmosphäre der Ruhe und Besinnlichkeit. In diese Umgebung fügt sich der 1992 restaurierte Pavillon sehr gut ein.
Das Wasser des Waal umschließt von drei Seiten einen Teil der ehemaligen Burganlage mit seinen jahunderte alten Wohn-, Stall- und Turmgebäuden. Eine malerische Steinbrücke mit zwei Bögen verbindet die beiden Teile der ehemaligen Wasserburganlage. An der Nordseite der Brücke befindet sich die Inschrift CGVL1799, die uns Bauherren und Jahr der Fertigstellung verrät. Die Brücke wurde 1799 durch Carl Gottlob von Landwüst anstatt der zuvor an gleicher Stelle befindlichen Zugbrücke errichtet.
Waal Eine Wasserburg, die auch dem Typ einer Turmhügelburg gleicht, hatte einen erhöhten Innenraum, einen Turmhügel, oft künstlich angelegt, den „Waal“ (=Erhöhung), einen umlaufenden Wassergraben und einen Außenwall vermutlich mit Palisaden.
wird fortgesetzt
Am ehemaligen Rittergut stehen noch Reste des Eingangstores, zwei wuchtige Sandsteinsäulen. Selbst den Rammstoß eines Getriedefuders hat es überstanden, der nur den Deckstein eines Torpfeilers verdrehen konnte.
Von der Bedeutung des Rittergutes künden heute noch im Ort erhaltene Gebäude und Namensbezeichnungen. Über die Obermühle, heute das Grundstück Haufe, wissen wir, dass es eine Schneidemühle war, die ihren Betrieb 1908 eingestellt hat und im Jahre 1918 zu einem Wohnhaus umgebaut wurde.
Am südöstlichen Ausgang von Gladitz liegt in Richtung Kretzschau das Grundstück der Familie Helm. Das Fachwerkgebäude ist die ehemalige Untermühle. Das Mühlwerk wurde wohl 1958 ausgebaut. Oberhalb des Hofes befand sich der einstige Mühlteich mit dem noch teilweise erhaltenen Abflusswehr.
Von der Dorfschmiede kündet heute noch der Schmiedeberg am Grundstück Eissner, das ehemals Schmiede und Gasthof mit Tanzsaal war.  Später befand sich an gleicher Stelle das Kolonialwarengeschäft Lieder. Im Tanzsaal betrieben mehrere Jahre Emil und später Kurt Weise die Werkstatt ihrer Tischlerei. Die Bezeichnung “Schmiedeberg” ist nicht mehr gebräuchlich.
Das Böttcherhandwerk wurde in Gladitz fast 100 Jahre von der Familie Schramm zunächst in der "alten Böttcherei" und später dann in dem im Besitz der Familie befindlichen Grundstück ausgeübt. Hier sind auch heute noch sowohl Werkstatt als auch Maschinen und Böttcherwerkzeuge vorhanden. Die alte Böttcherei in der Schulstraße ist eines der ältesten Gebäude des Ortes, wurde als Fachwerkhaus wieder hergerichtet und befindet sich heute als Wohnhaus in Privatbesitz.
alte Böttcherei
späterer Handwerksbetrieb der Familie Schramm
Die früher zum Rittergut gehörende Gärtnerei mit ihren Gewächshausanlagen gehörte zum prägenden Dorfbild. Sie wurde lange von Paul und Elly Richter betrieben, wurde aber aus Altersgründen aufgegeben und kam dann nicht wieder zu der vorherigen Bedeutung. Sie wird heute als Landwirtschaftsbetrieb genutzt.
Arbeiten in der Gärtnerei Mitte der 40iger Jahre im Hintergrung Baracken der ehemaligen Grube